Seit Kriegsbeginn wurden Menschen aus den besetzten Ländern in das Reichsgebiet verschleppt. Dort wurden sie als billige Arbeitskräfte zwangsverpflichtet.

 

Ausländische Zwangsarbeiter

Die deutschen Behörden teilten die Zwangsarbeiter nach ihrer Herkunft ein. Die Rangabstufung reichte von "ausländischen Arbeitern germanischer Rasse" bis hin zu den "fremdvölkischen Zwangsarbeitern", zu denen insbesondere Polen und Sowjetbürger gehörten. Sie wurden mit den Aufdrucken "P" und "Ost" auf der Kleidung gekennzeichnet und in besonderen Lagern zusammengefasst. Allein in Berlin existierten 666 Lager, davon nicht wenige in der Nähe der Klinik. Zunächst wurden erkrankte Zwangsarbeiter, wenn eine zwei- bis dreiwöchige ärztliche Behandlung ihre Arbeitsfähigkeit nicht wieder herstellte, in ihr Heimatland zurückgeschickt. Da diese Rücktransporte demoralisierend wirkten, wurden sie ab Mitte 1943 gestoppt und Sammellager für Erkrankte eingerichtet. Als Sammelstelle für psychisch erkrankte "Ostarbeiter" diente ab Mitte 1944 die Anstalt Landsberg/Warthe. Von dort erfolgte die Weiterverlegung in Tötungsanstalten.