Die Verwaltungszentrale der "Euthanasie"– Verbrechen befand sich in der Berliner Tiergartenstraße 4.
Zentraldienststelle T4

Die Dienststelle war für die Organisation und Abwicklung der Krankenmorde zuständig. Sie gliederte sich in vier Institutionen mit unterschiedlichen Aufgaben. Die "Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten" (RAG) war verantwortlich für die Erfassung der Opfer, d. h. die Versendung und Begutachtung der Meldebögen. Die "Gemeinnützige KrankenTransportGmbH" (Gekrat) regelte alle mit der Deportation der Patienten in die Tötungsanstalten zusammenhängenden Fragen. Die "Gemeinnützige Stiftung für Anstaltspflege" (Stiftung) trat als Arbeitgeberin der etwa 400 Mitarbeiter auf, schloss Mietverträge ab und erledigte alle wirtschaftlichen Aufgaben. Die "Zentralverrechnungsstelle Heil- und Pflegeanstalten" (ZVSt) regelte alle finanziellen Angelegenheiten und erledigte die Korrespondenz mit den Kostenträgern. Formal unterstand diese halbstaatliche Sonderverwaltung der "Kanzlei des Führers", letztere sollte aus Geheimhaltungsgründen jedoch nach außen hin nicht als Träger der "Euthanasie" in Erscheinung treten.